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Was war passiert? Daniel Abt hat beim 5. Rennen der Race at Home Challenge (Charity Event) einen professionellen eSportler für sich antreten lassen. Das Ganze wurde relativ schnell aufgedeckt und Abt wurde von seinem Rennstall (Audi) daraufhin entlassen. Zuvor wurde Daniel Abt noch für seine Aktion von der virtuellen Rennserie disqualifizert und mit einer 10.000€ Strafe belegt. Zum zweiten Mal wird einem Rennfahrer der eSports damit zum Verhängnis. Zuvor verlor bereits Kyle Larson sein Cockpit in der NASCAR, weil er in einem Live-Stream bei einem virtuellen Rennen das Wort „Nigger“ benutzt hat.

Daniel Abt entschuldigt sich

In einem 15. minütigen Video entschuldigt sich Abt bei allen Beteiligten und versuchte damit den größten Schaden noch abzuwenden.

Youtube – Daniel Abt

„Im Stream kam uns aus einer Unterhaltung die lustige Idee, dass ein Simracer für mich fährt und den anderen echten Fahrern zeigt, was er draufhat. Wir wollten das Ganze dokumentieren und für die Fans eine lustige Story kreieren. […] Wir haben uns überlegt, wie wir das anschließend in einem Video auflösen können. Es war nie meine Intention, einen anderen Fahrer fahren zu lassen, damit ich ein Ergebnis habe und danach das Thema verschwiegen wird und ich dadurch besser dastehe. Das ist für mich völlig irrelevant. Es war nie unsere Intention, jemanden anzulügen oder etwas zu verschweigen.“

Youtube – Daniel Abt

Daniel Abt gefeuert! Reaktion von Audi gerechtfertigt?

Audi hat ohne lang nachzudenken den deutschen Rennfahrer direkt entlassen und ein klares Zeichen gesetzt. Eine ordentliche Pressemitteilung gab es seitens Audi nie, fest steht trotzdem: Daniel Abt wird in der Formel E keine Rennen mehr für den Autobauer aus Ingolstadt bestreiten. Nach dessen Rauswurf in Folge eines Eklats bei einem virtuellen Rennen am vergangenen Samstag wird ein anderer Fahrer die restlichen Saisonläufe für das deutsche Werksteam an der Seite von Lucas di Grassi bestreiten.

Wie es für den erfolgreichen Rennfahrer weitergeht und, ob ein anderes Formel-E-Cockpit für Abt in Frage kommt, bleibt unklar. Die Erlöse der „Race at Home Challenge“ spendet die Formel E dem Kinderhilfswerk Unicef. Die 10.000 Euro Strafe von Abt gingen an die Allgäuer Werkstätten. So hat der ganze Skandal wenigstens doch noch einen Gewinner.

Quellenangaben:

Bild: Audi MediaCenter

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